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Auf ein weiteres Jahr Regionalliga!
Sieg gegen dezimierte Weiler zum Saisonabschluss
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Starke Leistung in Neckarsulm
Wisst ihr was wir lieben? Siege 9:7!
Nach dem zweiten Sieg in Folge mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse fand ich es einfach angebracht den (ehemaligen?) Dresdner Begrüßungsspruch zu klauen und als Überschrift für den Spielbericht zum Auswärtsspiel in Neckarsulm zu gebrauchen.
Da Georg sich für Uni-Klausuren "schonte", erklärte sich Mühle bereit bei uns auszuhelfen und avancierte letztlich sogar zum Matchwinner in der Partie gegen die starken Neckarsulmer. Doch dazu später mehr.
Los gings Sonnabend kurz nach zehn Uhr. Erstmal mit zwei getrennten Autos nach Großkugel cruisen, um dort dann unseren Fox-Courier-Bus in Beschlag zu nehmen. Henne, wie immer, mit fast leerem Tank unterwegs, drohte auf dem Weg dorthin das Benzin auszugehen; mit dem letzten Tropfen mehr rollend als fahrend und fertig mit den Nerven erreichte schließlich das Hennomobil doch noch den rettenden Hafen einer Globustankstelle.
Nach geglücktem Umstieg in den Bus machten wir uns auf um Süddeutschland unsicher zu machen. Ein kürzerer Stau ( ¾ Stunde) konnte uns ebenso wenig aufhalten wie die klirrende Kälte und eine damit einhergehende zugefrorene Frontscheibe. Musikalisch und kulinarisch wurden wir auf bereits lang bewährte Art und Weise unter- bzw. ausgehalten.
Ankunft in Neckarsulm: 16:15 Uhr. Kurz unsere Gegner begrüßt, umgezogen, eingespielt. 17:30 gings endlich los.
Das neu formierte Doppel 2 mit dem kleinen und dem großen Jens spielte bemerkenswert gut, verpasste aber im ersten (10:6 Führung) und im vierten Satz ein besseres Abschneiden. Dem wollte auch unser Topdoppel nicht nachstehen und begann... haarsträubend schlecht. Die Bälle des Abwehrspezialisten Krmaschek wurden reihenweise im Netz versenkt oder zum Einlochen hoch gestellt. Bei 0:2 nach Sätzen und 6:10 nach Bällen kam schließlich doch noch völlig überraschend die Wende zugunsten unsere Recken- 14:12 im Entscheidungssatz. Da Phil und ich nicht an unsere zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen konnten, verloren wir folgerichtig in vier Sätzen im Doppel drei.
1:2 nach den Doppeln.
Oben agierte Kurkö zu ungeduldig und ballverliebt gegen Krmaschek und verlor knapp mit 1:3. Roman hingegen konnte gegen Blockkönig Braun wieder seine gefürchteten Topspinsalven abrufen und seinen Gegner damit ein ums andere mal auszuplatzieren.
Mittig hatten sowohl Henne als auch Phil ihre liebe Not mit ihren Kontrahenten, konnten aber beide im fünften Satz siegreich bleiben. Vor allem das Spiel von Hendrik gegen Kramer war mit langen Ballwechseln übersäht, in denen Kramer aus der Distanz bei seinen Spin und Ballonbällen nahezu fehlerfrei agierte- großer Sport.
Unten schlug nun die Stunde unseres "Edeljokers" Mühle. Mit einer absoluten Klasseleistung konnte er ziemlich überraschend den Neckarsulmer Altmeister Klaus Werz bezwingen, der immerhin in der Hinrunde noch zu den Besten im 3. Paarkreuz gehörte. Saustark! Ich selbst agierte wieder einmal sehr passiv, und wartete etwas zu viel auf gegnerische Fehler. Als mir jedoch im dritten Satz meine Aufschläge wieder kürzer gelangen, konnte ich das Zepter wieder an mich reißen und im vierten Durchgang schließlich meinen ersten Matchball mit einem Rückhandgegentopspin (!!!) drei Meter hinter dem Tisch nutzen.
6:3 Halbzeitführung.
Jetzt aber wurde die Luft für uns dünner. Oben mussten wir zweimal unseren Gegnern gratulieren; Jens ohne Chance gegen den cleveren Braun und Roman trotz immer wieder eingestreuten Wahnsinnsbällen am Schluss knapp gegen Abwehrass Krmaschek unterlegen. Phil mühte sich zwar redlich gegen den starken Kramer, fand jedoch kein adäquates Mittel gegen die sicher platzierten, gefühlvollen Spinbälle des Neckarsulmers. Hendrik behielt in den entscheidenden Situationen stets die Nerven und setzte sich in vier Sätzen gegen einen der Hagmüller-Brüder durch.
Gegen den anderen Bruder stand Mühle trotz gewonnenem ersten Satz in den folgenden Durchgängen auf verlorenem Posten und konnte, zu passiv agierend, nicht an seine Galavorstellung gegen Werz anknüpfen. Apropos Werz; gegen eben jenen musste ich nun noch einmal ran und konnte trotz nie gefundenem Spielrhythmus meinerseits trotzdem am Schluss knapp mit 3:1 triumphieren.
8:7 für uns - das Entscheidungsdoppel musste also über Sieg oder Unentschieden entscheiden. In unsere Regionalligahistorie haben wir schon einige spektakuläre und hochklassige Abschlussdoppel miterleben können, dieses gehörte nicht dazu! Das Spiel lebte von seiner Spannung, war von leichteren Fehlern geprägt. Vor allem Henne sah vier Sätze lang nicht wirklich gut aus, entschied aber letztlich den Entscheidungssatz beinahe im Alleingang, als er fast jeden Ball den verdutzten Gegnern um die Ohren zimmerte.
9:7- Auswärtssieg, Auswärtssieg!
Glücklich und geschafft nach vier Stunden Spielzeit. Aufbruch gen Heimat gegen 22:20 Uhr. Auf der Rückfahrt durch ein völlig vereistes Deutschland hatten wir vor allem mit einer immer wieder aufziehenden dichten Nebelwand zu kämpfen, die unser Tempo doch arg drosselte. Außerdem geraten auch Pinkelpausen bei Temperaturen von (laut Autothermometer) Minus 24 Grad Celsius zu kleinen frostigen Abenteuern. In Großkugel angekommen mussten wir nach 20 Minuten in klirrender Kälte den Versuch Henne´s Autobatterie mit einem Starterkabel wieder zu reanimieren schließlich abbrechen (Licht war den ganzen Tag an geblieben...) und in Mühles Autos gequetscht gen Leipzig Holzhausen düsen. Müde, geschafft und leicht unterkühlt fanden wir schließlich alle den Weg in unsere warmem und kuscheligen Betten, wo manch einer sicherlich noch von unserer tollen Mannschaftsleistung, der Super-Vorstellung unseres Ersatzmannes oder von DJ Bobo träumte.
- Let The Dream Come True-
Hier regiert immer noch der TTC!
Gregor
