Spielbericht Zeulenroda (von Henne)

Wichtiger Auswärtszweier an einem kühlen Sonntagmittag!

Die Erste traf sich zum (Nachhol-)Auswärtsspieltag am vergangenen Sonntagmorgen zur Abfahrt zunächst zentral beim „Busfahrer“ im schönen Schleußig. Das Wetter war im Gegensatz zur Stimmung eisig kalt und wir starteten gemeinsam kurz nach 8 Uhr in Richtung des 1,5 h entfernten thüringischen Zeulenroda.

Schon zu Beginn der Fahrt, mittlerweile ein Runninggag, wurde über mögliche Doppelaufstellungen debattiert und wir waren uns abermals zu 50,1% sicher, auch dieses Mal wieder die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ob unser Plan entsprechend aufging – dazu später mehr.

Nach kurzweiliger Fahrt, welche von einer von Gregor und Yankee aufwendig zusammengestellten, völlig buntgemischten, mit Künstlerlegenden wie Micky Krause, DJ Bobo und Alexander Marcus gespickten Spotify-Playlist begleitet wurde, sowie kurzer Pinkelpause, trafen wir pünktlich 1,5 h vor Spielbeginn an der uns bereits bekannten Spielstätte ein, die wir vor allem ergebnistechnisch durchaus positiv in Erinnerung behalten hatten (9:1 Auswärtssieg in der vergangenen Saison).

Meine Wenigkeit kam, wie eigentlich immer, in den Genuss sich mit dem Noppenkünstler Grexter für das Spiel vorzubereiten um mich mit möglichst vielen „hässlichen“ Bällen für die kommenden Aufgaben abzuhärten. Allerdings auch, weil Yankee beim Einspielen Gregor lieber aus dem Weg geht und das deutlich angenehmere Spiel von Robert H. Bevorzugt…

Pünktlich 11 Uhr wurden dann auch schon alle Spielbeteiligten zur obligatorischen Begrüßung gebeten. Ich hatte dieses Mal das für mich eher ungünstige Los gezogen den Gastgebergruß aus Gästesicht zu erwidern… Mannschaftsintern ist bekannt, dass dies nicht zu meinen besonderen Stärken zählt. Und so wurde die Angelegenheit u.a. durch einen etwas verkorksten „3-fachen-Ping-Pong“-Spruch zu einer eher holprigen Angelegenheit.

Wie zu Beginn erwähnt, führte unsere Doppelaufstellungsdebatte der Hinfahrt dazu, dass wir beschlossen unsere Doppel etwas umzustellen. Statt der in dieser Aufstellung bis dato gängigeren Henne/Gregor- und Robert H./Yankee-Variante, entschieden wir uns mit Henne/Robert H. im Einserdoppel sowie Gregor/Yankee im Zweidoppel an den Start zu gehen. Robert und ich zeigten für ein eher uneingespieltes Duo eine reife und solide Leistung, kämpften uns ein paar Mal bei Rückständen wieder zurück und gewannen schlussendlich relativ sicher gegen das Legenden/Youngster-Doppel der Gäste Cecava/Kazuch mit 3:0. Am Nachbartisch harmonierten Gregor und Yankee phasenweise wieder vielversprechend und hielten gegen das eigentliche Spitzendoppel, bestehend aus Urbanek und Vesely gut mit. Unterm Strich fehlten hingegen wohl doch noch etwas Eingespieltheit und Konstanz, sodass wir mit 1:1 und voll im Soll in die Einzelspiele starteten.

Robert H. konnte gegen den starken Zeulenrodaer Spitzenspieler Urbanek in Satz 2 und 3 gut mithalten und verlor jeweils auf zwei Punkte. Urbaneks aggressive, aber auch gleichzeitig ballsichere und abgezockte Spielweise, war für Robert an dem Tag jedoch schwer zu knacken. Gegen die TT-Legende Cecava, der mit seinem zeitlosen Spielstil und Unmengen an Erfahrung auch noch mit den Jüngsten mithalten kann, gelang mir trotz 3-wöchiger Rückenpause ein ordentliches Spiel, welches mit 3:1 an mich ging.

Yankee machte gegen Vesely ein starkes Spiel und konnte diesen mit seinem variablen Spiel und riskanten, teilweise unorthodoxen Bällen immer wieder ärgern und zeigte sich vor allem im 5. Satz kämpferisch stark und spielerisch offensiv. 3:2 Endergebnis, verdient!

Gregor fand anfangs gegen Linkshänder Kazuch schwer ins Spiel, sicherte sich jedoch einen umkämpften zweiten Satz mit 14:12 und glich zum 1:1 aus. Dies bedeutete gleichzeitig auch den Wendepunkt des Spiels. Gregor schaffte es ein komplettes anderes und einseitiges Spiel daraus zu machen und dirigierte dieses fortan nach Belieben. 4:2 Zwischenstand aus unserer Sicht und wir merkten, dass zwei Punkte in der Luft lagen.

In der zweiten Einzelrunde machte ich gegen Urbanek wieder ein ordentliches Spiel, glich nach Satzrückstand zum 1:1 aus, startete mit tollen Bällen in den 3. Satz und übernahm früh die Führung. Leider fehlte noch die nötige Konstanz, um das Level zu halten. Im 4. Satz kam ich von einem 5:10 Rückstand nochmal auf 9:10 ran, verlor dann jedoch durch einen relativ einfachen Fehler. Da war mehr drin…

Robert machte gegen Cecava ein insgesamt ordentliches Spiel und kämpfte sich in den Entscheidungssatz. Haderte leider vielleicht in ein, zwei Situationen zu sehr mit dem Publikum, der abgezockten Spielweise Cecavas und mit sich selbst – verlor den Fünften etwas unglücklich auf zwei Punkte. Auch hier war mehr drin. Somit mussten wir uns auf unsere „Bank“ – das hintere Paarkreuz verlassen.

Gregor startete gegen Vesely im ersten Satz nicht aggressiv und zwingend genug, sodass dieser relativ schnell verloren ging. Ab dem 2. Satz gab es plötzlich wieder einen spielerischen Cut und er schaffte es erneut sein eigenes Match daraus zu machen und spielte griffig, aggressiv und konzentriert auf. Ein deutliches 3:1 war die logische Konsequenz. Yankee lies am Nebentisch so gar nichts mehr anbrennen und fertigte Kazuch, welchem in 3 Sätzen insgesamt nur 12 Punkte gelangen, in beeindruckender Manier regelrecht ab.

6:4 aus unserer Sicht und 2 wichtige Auswärtspunkte für uns!

Erleichtert und zufrieden machten wir uns auf den Heimweg, ließen uns durch Winterlandschaften treiben und freuten uns durch den frühen Spielbeginn auf den restlichen Sonntagabend!

Hier regiert(e) der TTC!

Henne

Zwei unterschiedliche Unentschieden (Spielbericht von Yankee)

Bei der ersten Männermannschaft standen am letzten Wochenende zwei richtungsweisende Spiele in der Oberliga an. In welche Richtung die beiden 5:5s nun weisen, bleibt unklar, die zwei Zähler geben uns aber in jedem Fall etwas Sicherheit.

Los gings am Samstagabend in der altehrwürdigen Hauptstraße 37 gegen Magdeburg. Zur Startzeit um 19 Uhr befürchteten wir schon einen Zuschauernegativrekord, doch nach und nach füllte sich die Halle, und die Stimmung war gut – hier schon mal ein großes Danke ans Publikum für die lautstarke Unterstützung!
In den Doppeln gingen wir neu formiert an den Start – notgedrungen, da Hendrik sich noch nicht von seiner Rückenverletzung erholt hatte. Robert und Roman gewannen gegen das nominell schwächere Doppel ebenso mittelsicher mit 3:1, wie Gregor und ich gegen das nominell stärkere verloren. Dann lief es in den Einzeln ziemlich rund: Im oberen Paarkreuz konnten Roman und Robert gegen Kostadinov punkten, verloren aber beide gegen den stark aufspielenden Abwehrkünstler Dzikowski. Unten lief es eigentlich auch prächtig: Gregor und ich gewannen beide halbwegs safe mit 3:1 gegen Hörhold respektive Köhler, und auch in der zweiten Einzelrunde sah es beim Stand von 5:3 gut aus: Mit 2:1 und 6:2 (ich) und 2:1 5:0 waren wir auf der Siegerstraße, mussten wir schließlich nur eines der beiden Spiele holen. Das misslang uns leider, beide Matches gingen knappstmöglich im Entscheidungssatz flöten. Endergebnis also 5:5 nach durchaus spektakulärem Verlauf.

Sonntag ging es dann nach Altenburg. In der Halle war es nur unwesentlich wärmer als auf dem Parkplatz, auf dem wir mit idyllischem Überblick über die Stadt eine ganze Weile aufs Öffnen der Halle warteten.
Doppeltechnisch lief es Samstag ja ganz gut, so dass wir die Aufstellung beibehielten. Und auch das Ergebnis war ähnlich: Robert und Roman gegen das schwächere Doppel mit einem 3:1-Sieg, Gregor und ich leider mit vielen verpassten Chancen und einer 2:3-Niederlage. Die Geschichte der Einzel ist dann schnell erzählt: Nur je ein Satzgewinn für Robert und Roman im oberen Paarkreuz gegen Smirnov und Kibala, kein Satzverlust von Gregor und mir im unteren Paarkreuz gegen Soto Torres und Wohlfahrt. Erwähnenswert noch Gregors pausenloses Abstrahlen gegen Wohlfahrt (11:2, 11:2, 11:2) und, hihi, eine saftige Snake meinerseits gegen Soto Torres.

Unser nächstes Heimspiel, gleichzeitig das letzte der Hinrunde, ist dann am Sonntag, den 4.12. um 13:30 gegen die Überraschungsmannschaft Zella-Mehlis. Wir würden uns freuen, euch wieder als Zuschauer begrüßen zu dürfen!

Kekse helfen siegen – 8:5 gegen Zwickau

Nachdem wir letztes Wochenende aufgrund verschiedener kurzfristiger Ausfälle (es gibt tatsächlich noch anderes außer Corona) unsere beiden Spiele kampflos abgeben mussten, wollten wir es heute besser machen. Sandra war wieder fit, Jules Kinder auch, Tina und ich standen parat. Zwickau kam mit Wasikova, Göhler, Hüttel und Kayser in unsere Halle, in der heute ganz schön viel los war.

Die Doppel gestalteten wir jeweils recht kurz und schmerzlos. Jule und Sandra waren zwar die ersten beiden Sätze gegen Wasikova/Göhler gut im Rennen, mussten aber dennoch nach 3 Sätzen gratulieren. Tina und ich hatten gegen Hüttel/Kayser das einfachere Los und konnten in 3 Sätzen gewinnen. Damit der Start zumindest nicht missglückt.

In der 1. Einzelrunde ging die Punkteteilung weiter. Jule (wieder deutlich besser als noch vor ein paar Wochen) konnte Göhler mit 3:1 in Schach halten. Tina gewann gegen Wasikova den 1. Satz, doch dann ging es so langsam dahin und im vierten Satz hatte man das Gefühl, dass die Zwickauerin noch 2 Gänge hochgeschalten hatte. Sandra ließ gegen Kayser aber auch gar nichts anbrennen und ich kämpfte mich gegen Hüttel, die mir doch ein ums andere Mal die Bälle um die Ohren haute, in den Entscheidungssatz, in dem ich sogar 8:5 führte. Leider verließ mich dann ein bisschen der Mut und so leitete ich eine kleine Serie von Fünfsatzniederlagen ein. Denn auch Jule musste sich 9:11 im Fünften gegen Wasikova geschlagen geben. Dabei hatte sie 2:0 geführt und Wasikova hatte auch weiterhin Probleme mit Jules Noppe. Dennoch reichte es nicht und das Gleiche galt für Tina gegen Göhler. Tina kämpfte sich zwar mit 15:13 noch in den fünften Satz, der aber recht klar nach Zwickau ging.

Sandra brach mit einem 3:1 gegen Hüttel den Bann und konnte zum 4:5 verkürzen. Da ließ ich mich nicht lumpen und eierte ein 3:1 gegen Kayser zusammen. Im Anschluss schlug Sandra gleich nochmal zu und zwar gegen Wasikova, die sie mit 11:9 im fünften Satz bezwingen konnte. Besonders sehenswert der letzte Ballwechsel, bei dem Sandra mehrfach Ballonabwehr spielte, bevor Wasikova den letzten Ball verschlug. Ja, in der Rolle fühlt sich Sandra wohl – sich erst warm spielen und dann die Nr. 1 besiegen. Damit gingen wir erstmals in Führung – 6:5. Leicht war es danach aber nicht, den Sieg einzufahren. Jule musste gegen Hüttel über die volle Distanz – riss sich dann aber zusammen. Auch Tina musste sich bis zuletzt konzentrieren, um gegen Kayser in vier Sätzen den Sack zum 8:5 zuzumachen.

Dieser Sieg war ein hartes Stück Arbeit, das uns aber mit Kuchen und Keksen versüßt wurde. Parallel gewann die 2. Herren (nach eigener Aussage) ein bisschen unerwartet (zumindest in der Höhe) gegen die Leutzscher Füchse – das lief nicht schlecht für uns heute.

Zwei Spiele haben wir noch in der Hinserie und hoffen, auch diese erfolgreich bestreiten zu können.

Viele Grüße an alle, Ute

Daheim pfui – Auswärts hui.

Unser Heimspiel gegen Jena startete direkt unter schlechten Vorzeichen: nach wenigen Bällen musste Hendrik das Einspielen abrechen; sein Rücken hatte erneut dicht gemacht.

Zum Glück konnte Dirk noch sehr kurzfristig einspringen und zum Spieler des Tages (auf holzhausner Seite) werden.

Zwar hatten wir durchaus einige Chancen das Ergebnis knapper zu gestalten, am Ende stand trotzdem ein klares 2:8 gegen uns.

Yankee und Dirk in einem starken Doppel, sowie Dirk gegen den jungen Ishida lieferten uns die Punkte.

Oben suchte Robert noch seine Form und Selbstvertrauen und Ich bin nach der langen Verletzungspause zumindest im ersten Paarkreuz noch etwas überfordert.

Yankee konnte leider nicht an die gute Form der Vorwochen anknüpfen. Einzig Dirk machte bärenstarke spiele und war maßgeblich daran beteiligt einen noch klareren Ausgang zu verhindern. Selbst gegen den starken Bradai war er im vierten Satz schon fast auf der Siegerstraße.

Schwerer als die Niederlage wiegt natürlich die Befürchtung, dass Hendrik nun länger ausfallen könnte.

Die Woche darauf durften wir beim Tabellenletzten aus Halle ran. Weiterhin dezimiert durch die Ausfälle von Henne und Roman, zogen wir mit Edeljoker Marvin in die Schlacht. Unser Gegner musste ebenfalls auf seine Nummer 2 und 3 verzichten, sodass für beide Mannschaften die Ausgangslage ähnlich war.

Nach holprigen Start in den Doppeln (Robert und ich mit schwacher Leistung), konnten wir in der ersten Einzelrunde eine Serie starten und alle Spiele für uns entscheiden.

Hier war mein Match gegen „Michu“ Jirasek sicherlich das umkämpfteste.

Robert H. konnte dann mit 3:2 ebenfalls gegen Jirasek den Gesamtsieg perfekt machen. Das wird ihm hoffentlich das nötige Vertrauen in die eigene Stärke für die kommende Spiele geben.

Marvin, der sein erstes Spiel souverän gewonnen hatte, kam im zweiten Match überhaupt nicht gut mit dem unangenehmen Spiel seines Gegners zurecht und gab so den zweiten Punkt zugunsten der Gastgeber ab.

Mensch des Tages war Yankee, der sowohl im Doppel mit Marvin glänzte, als auch im Einzel stark und ohne Satzverlust zu überzeugen wusste.

Insgesamte ein recht deutliches 8:2 für uns.

Bleibt abzuwarten, wie lange wir auf Hendrik verzichten müssen und wohin die Formkurve bei unseren Akteuren noch so zeigen mag.

Gregor