Winterwonderland

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt fuhren wir am frühen Samstagmorgen Richtung Prag und bogen rund 100 km vorher an der Ausfahrt Pirna von der Autobahn ab. Im Gepäck hatte ich Ute und Antje, die auf der gesamten Hinfahrt den früh beendeten Schlaf fortsetzten und erst wach wurden, als ich auf einen Bäcker zusteuerte (KAFFEE) und Tina, die erst und ihr Frühstück nachholte und dann eine Morgenlektüre „verspeiste“.
Angekommen in der Pirnaer Turnhalle mussten wir feststellen, dass es innen nur unwesentlich wärmer war als draußen. Also hieß es ordentlich warm halten und zwei bis drei Jacken übereinander anziehen.

Die Doppel mischten wir mal wieder bisschen, sodass ich mein Debüt mit Tina haben durfte und Ute und Antje als Doppel eins aufspielten. Gegen Luckanus/Cegan taten sie das auch ziemlich gut, konnten 1:0 in Führung gehen. Danach schossen sich die Pirnaerinnen aber besser ein und gewannen die drei folgenden Sätze. Tina und mir standen Nguyen/Richter gegenüber, die uns das Leben schwer machten und 2:1 in Führung gingen. Im vierten Satz führten wir zunächst mit 7:3, ließen es dann zu, dass unsere Gegnerinnen auf 9:9 ran kamen und durch einen zeitlich äußerst unpassenden Fehlaufschlag meinerseits sogar einen Matchball hatten. Doch wir konnten unsere Routine ausspielen und gewannen sowohl den Satz, als auch den Entscheidungssatz – puh.

In der ersten Einzelrunde konnten die Pirnaerinnen auf 4:2 davon ziehen. Ute hielt in einem kuriosen Spiel gegen Nguyen gut mit, verlor aber letztlich den Entscheidungssatz deutlich. Tina erwischte gegen Sandra nicht gerade ihre beste Form und konnte nur im dritten Satz überzeugen. Ersatzfrau Antje gewann gegen Cegan nur den dritten Satz. Lediglich ich konnte gegen die Nummer 4 der Pirnaerinnen – Richter – bei einem umkämpften 3:1 ein Pünktchen für uns sichern. Doch in der zweiten Einzelrunde drehten wir den Spieß um und glichen auf 5:5 aus. Tina hatte im Spitzenduell mit Nguyen wenig Probleme, ich konnte meinen Sieg gegen Cegan vom Hinspiel wiederholen und Antje spielte souverän gegen Richter. Lediglich Ute konnte gegen Sandra nicht mithalten und konnte in drei Sätzen nur 8 Punkte holen.
Dennoch waren wir guter Dinge, dass wir „trotz Ersatz“ wieder ein Unentschieden, wie schon im Hinspiel, erspielen können. Die letzte Runde war dann in allen vier Spielen eine klare Sache. Antje und ich hatten gegen das obere Paarkreuz nicht viel zu bestellen, Tina und Ute ließen aber dem unteren Paarkreuz der Gastgeberinnen ebenfalls keine Chance. So wagten wir mit einem Punkt im Gepäck wieder den Schritt in die Kälte und fuhren zufrieden und glücklich nach Hause.

Viele Grüße, Steffi