Überwintern als Vizemeister!

Zum letzten Spieltag der Hinrunde empfingen wir mit der SG Sorgau und der Reserve des TTC Elbe Dresden zwei Mannschaften in der heimischen Turnhalle, gegen die wir unbedingt nochmal punkten wollten. Als ich auf dem Weg vom Parkplatz zum Halleneingang ein Centstück fand, wusste ich, die Zeichen stehen gut 😉

Gegen die jungen Mädels aus Sorgau spielten wir mit Tina, Jule, Sandra und mir. Ute war von Anfang an dabei und machte als Coach eine hervorragende Arbeit.

Schnick-Schnack-Schnuck ergab, dass Sandra und ich als Doppel 1 gegen Neuber/Schellenberger antraten und Jule und Tina am Nebentisch gegen Kaden/Staffa aufschlugen. Trotz zwischenzeitlicher Steigerung fanden Sandra und ich nicht in unser Spiel und verloren 1:3. Unser Doppel Nr. 2 machte es besser und siegte souverän mit 3:0.

Die erste Einzelrunde stellte bereits die Weichen auf Sieg. Tina und Jule kämpften parallel gegen Staffa und Kaden. Tina geriet nach zunächst zu fehlerhaftem Spiel mit 1:2 in Rückstand. In Satz 4 und 5 steigerte sie sich aber, spielte variabler und konnte der Sorgauerin so den Zahn ziehen. Jule dagegen stand zweieinhalb Sätze lang auf verlorenem Posten. Sie haderte mit sich und der zu schnell aufschlagenden Gegnerin und schimpfte lautstark abwechselnd auf deutsch und auf französisch vor sich hin. Nach 0:2 und 3:6 legte sie aber den Schalter um, drehte nicht nur den Satz sondern gleich das ganze Spiel. Im Unterhaus machte Sandra kurzen Prozess mit Schellenberger, während ich mal wieder über die volle Distanz ging. Gegen Neuber versuchte ich, mein Spiel durchzubekommen. Anfangs scheiterte ich durch zu viele einfache Schupffehler, konnte aber nach deutlichem 4. Satz ausgleichen. Im 5. lag ich zunächst mit 3:7 deutlich zurück, kämpfte mich nochmal ran, scheiterte aber letztendlich auch an dem Glück meiner Gegnerin.

Somit stand es vor der zweiten Runde 4:2. Dass diese auch die letzte Runde wurde, war so nicht zu erwarten. Tina und Jule hatten in umgekehrter Aufstellung gegen Kaden und Staffa keinerlei Probleme und siegten ohne Satzverlust. Sandra musste gegen Neuber ihr bestes Tischtennis zeigen, was ihr aber auch beachtlich gelang. Beim Stand von 2:1 und 13:12 nahm sie eine Auszeit, um ihre Gegnerin zum Nachdenken zu bringen. Diese ungewöhnliche Strategie ging auf und Sandra mit 3:1 als Siegerin vom Tisch. Da ich zwischenzeitlich bereits mit einem sicheren 3:0 gegen Schellenberger punktete, waren wir nach gut zwei Stunden auch schon fertig und freuten uns über ein unerwartet deutliches 8:2.

In der Mittagspause probierten wir den neuen Imbiss in Holzhausen am Netto aus und (ACHTUNG: Schleichwerbung – man kann sowohl die Pizza als auch den Döner durchaus weiterempfehlen). Mittlerweile hatte sich auch unsere Rückrundenverstärkung Saskia zu uns gesellt und brachte uns auch noch eine kleine Nikolausüberraschung mit – Danke dafür J

Eigentlich wollte ich nach ihrer starken Leistung in der letzten Woche den Platz für Ute frei machen; diese war aber mit ihrer Rolle als Schriftführerin und Coach durchaus zufrieden und ließ mir nochmal den Vortritt. Unser letzter Gegner der Hinrunde, Elbe Dresden II, reiste leider nur zu Dritt an, wobei alle drei Spielerinnen Ersatz aus der dritten Mannschaft waren. Daher gab es nur ein Doppel, Tina und Jule kämpften gegen Ehmke und Polotzek. Nach zwei knappen Sätzen für uns war der dritte dann deutlich und die 2:0 Führung stand.

Die erste Einzelrunde ging komplett an uns. Tina spielte im ersten Satz gegen Scherber zu oft deren Rückhand an und verlor so in der Verlängerung. Danach erwischte sie die Dresdnerin immer mehr auf der Vorhand und verteilte ihre Bälle wesentlich besser. Nach zwei knappen Sätzen ließ sie ihr im 4. Satz dann keine Chance mehr. Jule hatte mit Ehmke nur wenig Probleme und siegte mit 3:0. Nach Sandras kampflosem Punkt stand mein Spiel gegen Polotzek an. Mal wieder die volle Distanz – was auch sonst. Meine Gegnerin stellte ihr Spiel im Vergleich zu unseren letzten Aufeinandertreffen um und griff kaum an, da sie in der Vergangenheit dann zu oft von mir ausgeblockt wurde. Mit diesem teilweise gefühlt meterhohen Schupfspiel war ich zunächst überfordert und geriet mit 1:2 in Rückstand. Ute versorgte mich in den Satzpausen nicht nur mit guten Ratschlägen (konzentrier dich auf dein Schupfspiel und geh n halben Schritt vom Tisch weg), sondern auch mit nervenberuhigendem Sekt. Beides in Kombination half anscheinend, ich glich durch ein 14:12 im 4. Satz aus und konnte am Ende auch den Entscheidungssatz gewinnen.

Zwischenstand somit 6:0. Tina geriet im Spitzeneinzel gegen Ehmke zunächst mit 0:2 in Rückstand. Doch so einfach wollte sie sich in ihrem letzen Einzel vor der Schwangerschaftspause aber nicht geschlagen geben. Den 3. Satz gewann sie deutlich mit 11:3 und nach hoher Führung im 4. Satz konnte sie diesen am Ende auch noch knapp mit 14:12 erobern. Im Entscheidungssatz war dann aber irgendwie die Luft raus, sodass wir den ersten Punkt für Dresden umblättern mussten. Jule machte daraufhin mit Scherber kurzen Prozess und schoss beim 3:0 ihre Gegnerin schlichtweg ab. Nun war Sandra doch noch dran. Da sie aber mittlerweile seit 4 Stunden auf der Bank saß, war sie dementsprechend kalt und nicht mehr in „Schlagform“. Dass war aber in ihrem Kopf nicht angekommen, sodass sie in den ersten zwei Sätzen gegen Polotzek so spielen wollte, wie im letzten Satz gegen Neuber, was ihr aber nicht gelang. Sandra verzweifelte, da sie gefühlt keinen Top Spin auf den Tisch brachte und auch der Block nicht erfolgreich war. Im dritten und vierten Satz wurde es dann besser und sie konnte auf 2:2 ausgleichen. Im Entscheidungssatz war es dann aber immer öfter die Dresdnerin, die den längeren Atem hatte und am Ende den zweiten Punkt für die Gäste einfahren konnte. Da auf ihre Niederlage mein kamploser Punkt folgte, hieß das Endergebnis einmal mehr 8:2 für uns. Trotz dieser Niederlage ist Sandra übrigens mit 14:3 Dritte der Einzelauswertung in der Sachsenliga, dicht gefolgt von Jule mit 15:5.

Somit überwintern wir nach den zwei unerwartet deutlichen Siegen auf dem 2. Tabellenplatz. Wir bedanken uns bei unseren immerhin 8 Fans für die Unterstützung und wünschen allen TT-Begeisterten eine schöne Weihnachtszeit. Wir starten dann wieder pünktlich im neuen Jahr am 4.1.2020 (10 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die Reserve der SG Wilsdruff.

Liebe Grüße
Steffi